Digitalisierung DCC H0

Viele aktuelle Modelle sind sehr einfach auf Digitalbetrieb umzurüsten. Bei manchen aktuellen Modellen hingegen ist die Anleitung des Herstellers mangelhaft oder unzureichend - oder gar die Gesamtkonstruktion so ungünstig, dass weitere Erläuterungen erforderlich sind. Bei vielen hier vorgestellten Umbauten sind auch Demontage-Anleitungen enthalten, die die Herstellerangaben ergänzen oder korrigieren.

Andere Modelle wiederum sind zwar einfach mit einem DCC-Dekoder auszurüsten, erreichen aber in der vom Hersteller vorgesehenen Form nicht die notwendige Funktionalität.

Etliche ältere Modelle werden auch heute noch ohne eine einfache Möglichkeit zum Dekodereinbau angeboten.

Etliche Umbauten werden mit 21mtc-Schnittstellen ausgerüstet. Damit kann auch der MÄRKLIN-Freund alte Schätzchen der Gleichstrom-Modellbahn-Hersteller mfx-fähig machen

Soweit Modelle in meinem Fahrzeugpark gekommen sind, die zusätzliche Maßnahmen oder aufwändige Umbauten erforderten, um nunmehr digital angesteuert zu werden, berichte ich hier darüber.

Wichtig: Ich hafte in keiner Weise für Rechtsfolgen aus Umsetzungen meiner Beiträge. Es wird empfohlen, die Umbauarbeiten nur von versierten Fachleuten ausführen zu lassen.

Einige kleine Tipps aus der Praxis für den DCC-Betrieb finden sich hier ebenfalls.

 

Kurzfassung laut Anleitung:

"Zum Öffnen des Gehäuses spreizen Sie das Gehäuse leicht und heben es danach vom Fahrwerk ab. Die 21-polige Dekoder-Schnittstelle befindet sich auf der Platinenunterseite. Zum Einbau des Digitaldekoders muss die Hauptplatine daher vom Chassis abgeklipst werden."

Ja, das stimmt so - aber einige wenige Worte mehr hätten auch mehr geholfen:

Piko hat die Neuheit 2013 nunmehr in einer zweiten, veränderten Auflage ausgeliefert. Zudem gibt es jetzt auch die Zweite Bauausführung V 200.1 mit identischem Innenleben.

Piko V200 050 (2013)

Diese Auflage wurde für den Einbau von ESU-Decodern mit PLuX22/NEM658-Schnittstelle optimiert. Die erstgelieferten Modelle mit den Betriebsnummern V200 047 oder 220 018 sind laut Hersteller ür den Einbau von ESU-Sounddekodern nicht geeignet.

Achtung: Inzwischen gibt es von Arnold Hübsch eine perfekte Tauschplatine für alle Roco V100/211/212/2043: AMW Tauschplatine "V100 West" mit LED-Bestückung - damit lohnt sich m. E. meine Mühe nicht mehr.

Wem es aber Spaß macht, die Herausforderung zu bestehen, mag hier weiterlesen.

Die Roco V100.10 gelangte am Erstauslieferungstag im Jahr 1990 in meinen Besitz. Damals plante ich noch keine Digitalisierung, denn ein Endbahnhof einer einspurigen Nebenbahn erfordert ja keinen steuertechnsichen Aufwand. Doch heute ist die Sichtweise eine andere und nun musste auch dieses Modell daran glauben.

Im Netz hatte ich 3 Beispiele gefunden, die zu ihrer Zeit sicher eine angemessene Maßnahme waren. Doch heute sind die Dekoder kleiner und ich wollte möglichst Eingriffe am Aufbau und am Führerstand vermeiden. Da das Schlusslicht getrennt schaltbar sein sollte, benötigte ich einen Dekoder mit 2 Funktionsausgängen, die richtungsabhängig über nur eine Funktionstaste schaltbar sein sollten. Nach Möglichkeit sollte die Platine weiterverwendet werden.

Die erste Ausführung der Roco 50kab, die 50 888 wurde von 1998 bis 2002 produziert und war noch nicht für den Dekoder-Einbau vorbereitet. Es gibt sehr gute Einbauanleitungen von Reinhard Müller und Hans-Peter Pfeiffer. Indes gibt es leistungsfähige Dekoder mit neuen, hilfreichen Abmessungen und ich wollte eine 8-polige DSS einbauen. Dazu musste ich also beide Anleitungen modifizieren.

   
© Will Berghoff 2013