Menü  

   

GFN 03 140 DB IIIa

03 140 Ep. IIIa Deutsche Bundesbahn

Sehr seltenes Modell einer Fleischmann H0 -Dampflokomotive für die berühmten blauen F-Züge (z.B. Rheingold, Loreley, Hanseat, Gambrinus, Blauer Enzian, Dompfeil) der frühen Deutschen Bundesbahn 1951 - 1958

mit 2-Lampen-Spitzenlicht, ohne Rauchkammer-Handrad, silbernen Kesselringen und Wagner-Windleitblechen. Beschriftungstyp "Spitzziffern".

Das Modell wurde nur in einer einmaligen Sonderserien mit dem F-Zug "Gambrinus" 1997 in einer 2L-Gleichstrom- und einer zu MÄRKLIN passenden Wechselstrom-Version geliefert.

Der Sonderserien-Katalog 1997 vermerkt darunter:

Set "Gambrinus" 4894 (Für Märklin: 1894), Einzellok 4824 bzw. 1824 · Schlepptenderlok der DB, Baureihe 03.0-2 · LüP: 275 mm.

Vorbildgetreu lackiert und beschriftet · Eingesetzte Fenster · Führerstand-Inneneinrichtung · Vorbildgetreuer Durchblick zwischen Kessel und Fahrwerk · Vollbewegliche, filigrane Heusinger-Steuerung · Bremsklötze zwischen den Rädern · Metalldruckguß-Fahrgestell · Motor mit Schwungmasse · Antrieb im Tender auf 4 Räder mit 4 Haftreifen · Lok-Tender-Kurzkupplung · Dreilicht-Spitzenbeleuchtung beidseitig, am Tender mit der Fahrtrichtung wechselnd · Beidseitig Kulissenmechanik und automatische PROFI-Kupplung mit Adapter zur wahlweisen Montage anstelle der Kupplungsattrappe an der Frontseite beiliegend · Kulissenmechanik am Tenderende fü echten Kurzkupplungsbetrieb · Kupplungsaufnahme nach NEM 362 · (1824: elektronischer Fahrtrichtungsumschalter für 3-L-Wechselstromsystem für System Märklin) · Betriebsnummer 03 140, BW Osnabrück,Epoche IIIa.

Fleischmann hat hier eine unübliche Ausführung gewählt, da Modellfahrzeuge der frühen Nachkriegszeit zu den absoluten Ausnahmen im Angebot der Großserien-Hersteller gehören. In gleicher Ausführung für Ep. IIIa, aber mit Witte-Blechen und ohne metallisierte Kesselbänder gab es zeitweilig die 03 131 unter Nr. 4102. Auch für die DR (Ost) wurde mit der 03 151 (mit Behelfsrauchkammertür!) ein Äquivalent angeboten. Somit ist die Fleischmann-03 meines Wissens das erste Großserien-Modell, das in allen Epochen einigermaßen glaubhaft verfügbar ist. Eine Übersicht über alle Fleischmann-03 stellt H. F. Kern bereit.

"Einigermaßen glaubhaft" bezieht sich auf Details, die aus Kostengründen nicht immer genau dem Vorbild der gewählten Loknummer entsprechen. So wählte Fleischmann für die DB Ep. IIIb die 03 094 - eine ebenfalls interessante, aber auch unglückliche Wahl (II. Lieferserie der DRG mit 850mm-Vorlaufrädern und ursprünglich vorne liegenden Pumpen sowie kupferner Feuerbüchse). Es gibt Aufnahmen, die die Lok um 1958 mit Witte-Blechen, Stauschuten, alter Rauchkammertür, ursprünglicher Lage der Nummernschilder am Führerstand, hochliegendem DB-Keks und vorne liegender Pumpe zeigen. 1962 hatte die 03 094 inzwischen zurückgesetze Pumpen, die Stauschuten waren entfallen und das dritte Spitzenlicht bei beibehaltener Tieflage des Nummernschildes an der Rauchkammertür hinzugekommen. 1966 hatte die Lok dann eine neue Rauchkammertür, wurde aber 1967 bereits ausgenmustert. Somit kann das Modell nur ca 1966 bis 1967 eingesetzt werden, wenn man es genau nimmt.

Ganz genau sollte es Fleischmann mit den Rauchkammertüren nehmen, denn die meisten DB-03 haben die alte Rauchkammertür mit den Griffen und dem Stopfen in der Mitte lange, oft ohne Tausch bis zur Ausmusterung behalten. Sie waren so von weitem durch das tiefliegende Nummernschild als 03 erkennbar.

Schade, dass die Nachlaufräder im Durchmesser deutlich zu klein ausgefallen sind, so bietet sich von der Seite ein nicht ganz typisches Bild. Ich empfehle deshalb den Austausch der Laufräder durch die nicht wirklich kostengünstigen Weinert-Räder (Vorlaufachsen 2x5652, Nachlaufachse 5662). Die Lok gewinnt weiterhin, wenn man die angedeuteten Öffnungen des Barrenrahmes etwas vertieft oder ganz öffnet. Aufwändiger wird der Umbau der zu hoch liegenden Pufferbohlen. Leider stimmt auch die Schräge der Frontschürze nicht.

Ich werde in Kürze versuchen, der 03 094 ein korrekteres Äusseres zu geben und werde dann hier berichten.

   
© Will Berghoff 2013