Erhebliche Schwierigkeiten bei Hornby:

Die britische Presse meldet eine Kapitalerhöhung von GBP 8 Mio. beim Modellspielzeughersteller Hornby. Die Anteile werden mit deutlichen Rabatten angeboten.

Zudem wird berichtet, dass der Hersteller zunehmend online verkaufen will und die Zusammenarbeit mit lokalen Händlern zurück fährt. Die bereits bestehende Gewinnwarnung wird aufrecht erhalten, Verbindlichkeiten in Höhe der Kapitalerhöhung sind bei Mißlingen nicht gedeckt.

Weiterhin teilt Hornby mit, dass das Entwicklungsbüro in Spanien aufgeben wurde und das Werksmuseum in Margate verkauft wurde. Man werde sich zukünftig auf dem britischen Markt orientieren - keine gute Nachricht für deutsche, italienische, französische und spanische Modellbahner. Die Produktreihen Jouef, Electrotren, Lima, Hornby Deutschland/Rivarossi und Arnold stehen offenbar zur Disposition.

Eine Ursache für die aktuellen Probleme soll ein Scheitern der Umstellung des Warenwirtschaftssystem gewesen sein. Dadurch wurden rechtzeitige Lieferungen an Saisonhöhepunkten verpasst und ein großer, offenbar schwer verkäuflicher Lagerbestand aufgebaut. Der BREXIT könnte eventuell nun auch noch Anlaß gegen, den europäischen Markt völlig aufzugeben. Mit Abverkäufen in Größenordnungen ist nun zu rechnen.

Diese Angaben entnehme ich meiner eigenen Übersetzung der Meldung des Telepraph vom 22.6.16 mit Stand 26.6.16 13:00 - für Fehler und Irrtümer, die trotz sorgfältiger Übersetzung nicht ausgeschlossen werden können, wird nicht gehaftet. Ich empfehle, stets die aktuellesten Informationen beim Unternehmen und den Agenturen einzuholen, bevor eigene finanzielle Entscheidungen getroffen werden.

Die Pflichtmitteilungen des Herstellers: http://www.hornby.plc.uk/rns/

   
© Will Berghoff 2013