Fleischmann Pw4üe-37 RHEINGOLD

Eine Liste soll die derzeit verfügbaren Modelle von Einheitsgepäckwagen der DRG-Baujahre 1923-1940 als DB-Ep. III-Modell zusammenfassen (1961 wurde die Bezeichnung "Pw" bei der DB durch den international üblichen Buchstaben "D" ersetzt, die Bauarten "y" waren ursprünglich "i"):

Vorläufer:

Pw4ü pr16 ("Eiserner Wagen")

  • von BRAWA (45402) in ausgezeichneter Qualität, aber mit irrig aussen vergitterten Fenstern. Dieser Wagen ist das Baumuster für die Gepäckwagen der Bauarten 1923 bis 1932 und nahezu ebensolange bei der DB in Betrieb gewesen.
    BRAWA 45411 Bauzug-Gerätewagen DB IV ehem. Pw4ü-21pr Foto: Brawa
    BRAWA 45411 Bauzug-Gerätewagen DB IV ehem. Pw4ü-21pr Foto: Brawa

Pw4ü-23

  • ROCO aus den 70ern
    Roco Pw4ü-23 DB III Foto: Roco/H.F.Kern
    Roco Pw4ü-23 DB III Foto: Roco/H.F.Kern
  • Märklin 42260 (bzw. TRIX Ep. IIIa 23387 in 2010)
    Märklin 42260 (Bildlink: MIBA)
    Märklin 42260 (Bildlink: MIBA)


    ausgeliefert Nov. 2009 in Ep. IIIb. Das Modell ist ähnlich grob detailliert wie die anderen Märklin-Hechte, da aber der Pw ohnehin weniger Details aufweisen muss, fällt es nicht so auf. Oberfläche/Niete, Lackierung und Beschriftung sind auf den ersten Blick einwandfrei. Die Drehgestelle (preuss. Regeldrehgestell) erscheinen mir identisch mit den nicht gelungenen der 4yg. Mit etwa 49 EUR ist der Wagen aber recht teuer. Zudem erscheint er erstaunlich formgleich mit dem Roco-Modell der aktuellen Fertigung (PKP-Wagen) zu sein. Ihm "fehlen" nur die (nicht vorbildgerecht) glänzenden Fensterrahmen. Ein Bericht findet sich in MIBA 3/2010.

Pw4ü-28

  • Lima/Rivarossi HR4139
    LIMA/Hornby Rivarossi Pw4ü-28 DB IIIb
    LIMA/Hornby Rivarossi Pw4ü-28 DB IIIb

Pw4ü-28 Bauart Rheingold

  • Liliput L382101
    Liliput (Wien) Gepäckwagen Pw4ü-28 Bauart
    Liliput (Wien) Gepäckwagen Pw4ü-28 Bauart "RHEINGOLD"
  • Märklin - aber bisher nur in der Zugpackung Ep. II

Pw4ü-29

Pw4üe-30

  • Märklin - kein Highlight, z.B. in der fragwürdigen Zugpackung 42750 
    Märklin Pw4ü-30 Foto: Märklin/H.F.Kern
    Märklin Pw4ü-30 Foto: Märklin/H.F.Kern
  • Die Modernisierungsvariante Pw4üe/Pw4üse-30/52 fehlt.

Pw4üe-37

  • Liliput aus den frühen 1970er Jahren "herübergerettet"
    Liliput (Wien) Gepäckwagen Pw4üe-35 (modifiziert,
    Liliput (Wien) Gepäckwagen Pw4üe-35 (modifiziert, "gebraucht")
  • Fleischmann 5630 (und Varianten, z.B. 5843 in blau für Rheingold 1951)
    Fleischmann Pw4üe-35 DB Ep. III
    Fleischmann Pw4üe-35 DB Ep. III

Pw4üse-37/52

  • Auch für Gepäckwagen gab es Modernisierungsprogramme bei der DB. So verloren die 37er-Gepäckwagen mitunter ihre "windschnittige Form". Ein Beispiel ist der 115 863 Mst, der in DSO im Zustand 1968 mit "Übergangsbeschriftung" und noch mit Achszahl in der Gattungsangabe gezeigt wird: D4üse 115 863 Münster Foto: DSO

Pw4üse-38

  • Märklin 43272, auch in Blau Ep. IIIa für F-Zug

    Märklin 43205 (Foto: Märklin)
    Märklin 43205 (Foto: Märklin)
    In den 1952er Rheingold/Loreley-Express-Umläufen lief mit zwei Exemplaren ein ähnlicher, blauer Gepäckwagen, der aber kein Einheitsgepäckwagen war, sondern ein SalMaschPwg4üe-38 aus den ehemaligen Reichsregierungszügen. Er erhielt bei der DB damals einen eckigen Aufbau (wie Pw4ü-30) für den Zugführer.

Neben den Schnellzugbauarten mit Faltenbalgübergang gab es auch sog. "Eilzubauarten" mit offenen Übergängen und meist ohne Seitengang, zunächst als "Pw4i" geführt und durch die Deutsche Bundesbahn nahezu ausnahmslos in "D4y" und D4yse", also mit Faltenbalg-Übergang und teilweise auch mit Seitengang ("s") umgebaut.

Pw4y-28

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Pw4ye-30

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Pw4ye-31

  • Roco 44549
    Roco Pw4ye-31 DB IIIb Foto: Roco/H.F.Kern
    Roco Pw4ye-31 DB IIIb Foto: Roco/H.F.Kern

Pw4ye-32

  • Piko 53170 (auch als Pw4üe-30 oder Pw4üe-34 bezweichnet)
    PIKO Pw4ye-32 DB Ep. IIIb
    PIKO Pw4ye-32 DB Ep. IIIb

Insgesamt 20 Wagen wurden in Norddeutschland nach Oldenburger/Mecklenburger Vorbild von der DRG für den gemischten Post- und Gepäck-/Expressguttransport gebaut und im DRG/Bundesbahn-Wagenbestand geführt:

PwPost4ü-28

PwPost4üe-30

  • -

Man sieht - viele, z.T. unverständliche Doppelentwicklungen, manche Lücke.

 

Was noch an den Modellen auffällt:

  • Jeder Ladetürflügel pro Wagenseite ist bezeichnet, mit "A", "B" usw. gezählt vom Zugführerplatz. Die Zeichen sind jeweil an der äusseren oberen Ecke der Ladetür am Wagenkasten angeschrieben. Das fehlt meist am Modell.
  • Die "Hundeabteile", also die für den Tiertransport vorgesesehenen, von außen zugängliche Zwinger sind bei der DB in den 60ern entfernt worden. Die meisten Modelle weisen diese Türen auch noch in Ausführungen späterer Jahre auf.
  • Die Änderungen an Kopfleitern und Schlußlichtern über die Einsatzzeit wurden meist nicht nachgebildet.
  • Die DB entfernte nach und nach die Dachaufsätze für den Zugführer und stattet die ZugführerAbteile beidseitig mit Übersetzfenstern aus.

 

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